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Camping Tipps

Wildcamping in Italien: Wichtige Hinweise!

Lisa

Italien ist eines der schönsten Länder in Europa für Campingreisen. Ein einsamer Stellplatz mit Blick aufs Meer, campen direkt am Strand oder übernachten in den Bergen. Viele träumen von Wildcamping in Italien. Aber kann man in Italien auch wild campen? In diesem Blog wollen wir die notwendigen Informationen über die Regelung dem Waldcamping in Italien geben. Denn mit ein paar hilfreichen Alternativen und Tipps reist es sich leichter. Dieser Blog ersetzt keine Absicherung durch einen Rechtsexperten. Alle Angaben sind ohne Gewähr und dienen der Orientierung.

Wildcamping in Italien: Inhalt

  • Was ist Wildcamping in Italien?
  • Regelung & Gesetze in Italien
  • Wildcamping in Italien nach Region
  • Tipps für Wildcamping in Italien
  • Alternativen zu Wildcamping
  • Fazit: Wildcamping in Italien

Was ist Wildcamping in Italien?

Wildcamping in Italien bedeutet, dass man eine Nacht außerhalb von Campingplätzen verbringt. An manchen Orten ist das erlaubt. Aber an anderen Orten kann es gegen das Gesetz verstoßen. In der Regel ist es in Schutzgebieten oder Nationalparks nicht erlaubt. Wird eine Straftat durch eine andere Verstöße verschlimmert, fallen die Geldbußen höher aus.

Wildcamping in Italien nach Regionen

Camping ist an vielen Orten in Italien erlaubt. Du musst dir manchmal eine behördliche Genehmigung einholen oder den Eigentümer um Erlaubnis fragen. In einigen Parks ist das Zelten erlaubt, aber nur für jeweils eine Nacht. Erkundige dich bei den Einheimischen über die aktuelle Lage.

Wildcamping in Italien: Norden

  • Aostatal
  • Piemont
  • Trentino-Südtirol
  • Venetien
  • Lombardei
  • Friaul-Julisch Venetien
  • Ligurien

Aostatal

Am Berg über 2.500m darf man 24 Stunden stehen. In der Nähe der Hütten und im Schutzgebiet des Nationalparks Gran Paradiso ist es grundsätzlich Wildcamping verboten. (Regionalgesetz Nr. 8 von 2002, Artikel 19).

 

Piemont

In Piemont dürfen Busse bis 48 Stunden an einem Ort stehen, wenn alle Campingplätzen besetzt sind. (Regionalgesetz Nummer 54 von 1979, Art. 16) Hole dir rechtzeitig eine behördliche Genehmigung.

 

Trentino-Südtirol

Camping ist in Trentino und in Südtirol grundsätzlich verboten. Für maximal 24 Stunden kannst mit der Erlaubnis vom Eigentümer eines Grundstücks stehen. Alpenverein Südtirol sagt dazu: „In den Natur- und Nationalparken ist das Biwakieren grundsätzlich verboten. In den übrigen Gebieten hängt es von den einzelnen Gemeinden ab, ob es erlaubt ist oder nicht.“

Venetien und Emilia-Romagna

Außerhalb der vorgesehenen Bereiche ist in der Region Venetien absolutes Campingverbot. (Regionalgesetz Nr. 40 von 1984, Artikel 12) Auch in Emilia-Romagna (Regionalgesetz Nr. 16 von 2014, Artikel 41). Dieses Verbot gilt für jegliche Art von Wildcamping außerhalb der vorhandenen Campingplätze.

Lombardei und Toskana

Sowohl in der region Lombardei (Regionalgesetz Nr. 15 von 2007) und in der Toskana gibt kein Gesetz und keine Regelung speziell zum Wildcamping. Hier liegt es bei den Gemeinden das frei stehen zu genehmigen.

 

Friaul-Julisch-Venetien

In der Region Friaul-Julisch-Venetien hat fast jeder Nationalpark und jedes Schutzgebiet eigene strenge Verbote und Regelungen für Wildcamping.

 

Ligurien

In der Region Ligurien, gibt es keine übergreifende Regelung zum Wildcamping, im Regionalgesetz Nr. 2 vom 07.02.2008 wird campen in den Alpen auf speziell ausgewiesenen Plätzen geregelt.

 

Gardasee

Am Gardasee grenzen drei italienische Regionen. Je nachdem, ob du dich in Trentino-Südtirol, in Lombardei oder in Venetien befindest, gelten also mehr oder weniger strenge Verbote.

 

Umbrien

In der Region Umbrien ist frei stehen in Naturparks gestattet. Jedoch musst du auf die unterschiedlichen Vorschriften der Parks achten und hole dir eine Genehmigung von der Parkverwaltung. (Regionalgesetz Nr. 13 von 2013 in Artikel 37) Die Gemeinden in Umbrien dulden das vorübergehenden Parken (maximal 48 Stunden) von Campingbussen und Wohnmobilen. Es darf ausschließlich an den entsprechend Flächen gestanden werden, sofern keine Unterkünfte unter freiem Himmel verfügbar sind.

Wildcamping in Italien: Süden

  • Abruzzen
  • Apulien
  • Kalabrien
  • Kampanien
  • Sizilien
  • Sardinien
  • Basilikata
  • Marken
  • Latium

Abruzzen

In den Abruzzen darfst du ausschließlich auf markierten Parkflächen für maximal fünf Tagen stehen. Jedoch musst du auf folgendes achten: wenn an diesen markierten Flächen, keine „Mindestanforderungen an Hygiene, Sicherheit und Umweltschutz erfüllt“, dürfen nur unabhängige Wohnmobile stehen. Zum Beispiel ist an diesem Platz keine Toilette in der Nähe, aber dein Wohnmobil hat eine Toilette eingebaut, darfst du hier stehen. (Regionalgesetz Nr. 16 von 2003, Artikel 9)

 

Apulien

In den Regionalparks und Naturschutzgebieten in Apulien ist das Campen auf speziell eingerichteten Parkplätzen zu Studienzwecken gestattet. Hier benötigst du eine behördliche Genehmigung. Mit dem Wohnmobile darfst du ausschließlich auf ausgewiesenen Parkplätzen („area di sosta“ bzw. „area comunale di sosta campeggistica“) für maximal fünf Tagen und mit den gleichen Hygienebestimmungen wie in den Abruzzen (Regionalgesetz Nr. 11 von 1999, Artikel 20-23) wild campen.

 

Kalabrien und Kampanien

In Kalabrien und Kampanien gibt es keine Regelung zum Wildcampen. Wir empfehlen eine behördliche Genehmigung einzuholen. Es gibt nur einzelne kommunale Vorschriften zum Campen und dem Aufenthalt von „mobilen Aufenthaltsmitteln“.

 

Sizilien und Sardinien

Auf der Sizilien darfst du für 24 Stunden auf speziellen eingerichtete Rastplätze stehen. (Regionalgesetz Nr. 14 von 1982). Aber auf Sardinien ist freies stehen außerhalb der zugelassenen Campingplätze und dafür vorgesehenen Bereiche verboten (Regionalverordnung vom 13.06.2014, Artikel 3 Buchstabe D).

 

Basilikata, Marken und Latium

In Basilikata und Marken benötigst du umbedingt eine schriftliche behördliche Genehmigung. (Norm Nr. 9 vom 11.07.2006). Für höchstens 15 Tage kannst du in Region Latium auf bestimmten Flächen stehen. (Regionalgesetz Nr. 59 vom 03.05.1985, Artikel 5).

Tipps für Wildcamping in Italien

Basisregelung für Wildcamping

Generell gilt, die örtlichen Gesetze zu respektiere und respektvoll mit der Natur umgehen. Befahre niemals fremdes Privatgrundstück. Ein freundliches Fragen um Erlaubnis, kommt meistens besser an, als unerlaubt stehen. Nicht jeder hat gute Erfahrungen mit Campern gemacht. Daher bleibt dir auch beim Camping in Italien im Landesinneren durchaus ein Risiko, erwischt und abgemahnt zu werden. Hier sind allgemeine Regeln für das Wildcamping, die für jedes Land herangezogen werden kann.

Vermeide Nationalparks

Campen in Nationalparks, Naturschutzgebieten, Naturreservaten, Jagdbanngebieten und Landschaftsschutzgebieten ist grundsätzlich verboten. Wenn du erwischt wirst und noch weitere Delikte dazu kommen – wie Verunreinigungen durch Müll – drohen hohe Bußgelder.

Blockiere niemals landwirtschaftliche Nutzflächen

Du solltest nie auf landwirtschaftlich, genutzten Flächen wie Feldern, Zufahrten oder privaten Höfen campen. Dafür gibt es zahlreiche Alternativen, wo du für wenig Geld – auf Bauernhöfen, Weingütern und anderen Betrieben – übernachten darfst und willkommen bist!

Nur mit Erlaubnis

Parke niemals ohne Erlaubnis des Eigentümers auf fremdem Grundstücken. Das kann dir nicht nur zu hohen Geldstrafen führen, es kann auch die Camping Community schaden.

Hinterlasse niemals Abfall

Wenn du deinen Stellplatz verlässt, solltest du niemals Müll oder Abfall zurücklassen. Auch bei aufgeweichten Boden, könnten Unebenheiten durch die Reifen entstehen. Beuge solche Schäden vor und lege Keile oder Bretter unter die Räder.

Abwasser entsorgen

Entsorge dein Abwasser und den Inhalt deiner Toilettenkassette auf keinen Fall in Seen oder Flüssen, sondern nur an den dafür vorgesehenen Stellen! Erkundige ich bei anderen Reisenden, bei Einheimischen oder entsorge dein Abwasser an Campingplätzen.

Verzichte auf Lagerfeuer

Camping ohne Lagerfeuer? Ja, das geht! Ein offenes Feuer ist besonders in Wald- und Buschgebieten zu vermeiden. Mit einem Lagerfeuer machst du dir keine einheimischen Freunde. Dafür gab es bereits zu viele Waldbrände, die viel Ressourcen gekostet haben.

Verhalte dich ruhig

Verzichte auf laute Musik oder handwerkliche Arbeiten, die viel Lärm verursachen können. Damit könntest du nicht nur wilde Tiere verstören, sondern noch Anwohner könnten auf dich aufmerksam werden.

Hinterlasse einen guten Eindruck

Wenn du bei einer Privatperson am Grundstück parken darfst, soll es nicht nur sauber sein. Zeige deine Dankbarkeit mit einer kleinen Spende oder sprich nochmal bei deiner Abreise deinen Dank aus. Der nächste Camper wird es dir danken!

Alternativen zu Wildcamping

Um Alternativen zu Wildcamping in Italien zu finden, könnte man auf Park4Night und Google Maps nach Stellplätzen suchen. Hierbei ist zu bedenken, dass man auch die Bewertungen und Kommentare liest und die hochgeladenen Bilder ansieht. Wenn du nach einem Stellplatz inmitten der Natur suchst, frei von Menschenmassen, ist das natürlich nicht leicht, aber auch nicht unmöglich.

Fazit: Wildcamping in Italien

Wir können Italien für Wildcamping in Italien sehr empfehlen, denn es ist eine tolle Möglichkeit, die Natur zu erleben und den Menschenmassen zu entkommen. Aber die Leute könnten wütend werden und dich wegschicken. Deshalb musst du beim Camping einige Regeln beachten. Informiere dich rechtzeitig, welche Bestimmungen und Regeln auf dich zukommen. Daher musst du dir offizielle Genehmigungen für das Campen in der Natur. Hinterlasse keinen Müll und kippe niemals dein Abwasser auf den Boden. Wenn du diese Regeln beachtest, wirst du wenig Probleme haben. Wir hoffen, dass wir dir genügend Informationen und Tipps für das Campen in Italien geben konnten! Wenn du mehr über das autarke Camping erfahren willst und nicht abhängig sein willst von Campingplätzen und Sanitäranlagen, empfehlen wir dir einen weiteren Blog von uns.